Aikido Judo Ju-Jutsu


Aktuelles

19.09.2013 Kategorie: Karate Karate
Von: Ulli Moser

Bietigheimer Karatekas auf den Spuren der Enztal-Flößer








Bietigheimer Karatekas auf den Spuren der Enztal-Flößer

Unter dem Motto „Auf den Spuren der Enztal-Flößer“ oder besser: „Wald-Wasser-Wein-Hefeweizen“ trafen sich an einem sehr sonnigen Wochenende 10 Vereinsmitglieder der Karate-Abteilung des Judo-Club Bietigheim.

Als durchtrainierte Karatekas fährt man natürlich nicht wie die Allgemeinheit „flussabwärts“, sondern man bewältigt beide Strecken und beginnt mit „flussaufwärts“.

Treffpunkt war das Viadukt in Bietigheim-Bissingen und das Ziel die Enzquelle in Enzklösterle-Gompelscheuer. 95 km Länge und 605 Höhenmeter lagen an diesem Tag vor uns.

Gut gelaunt und voller Tatendrang wurde pünktlich um 7.30 Uhr gestartet und in Unterriexingen stießen die übrigen Teilnehmer dazu. In Roßwag fand auch gleich die erste Rast statt und nach reichlicher Stärkung beim örtlichen Metzger und dem auffüllen der Trinkflaschen ging es nun in geschlossener Formation in Richtung Pforzheim weiter.

Um die Mittagszeit  erfolgte dann die zweite Rast im Biergarten des ehemaligen Landesgartenschaugelände in Pforzheim direkt an der Enz. Im Schatten der Bäume dauerte die Pause dann doch länger als ursprünglich geplant, so dass die Gruppe genau in der größen Mittagshitze mit gefühlten 40 Grad „wie gegen einen Föhn“ fahren musste bis sie den Schwarzwald mit seinen Schattenspenden Bäumen erreichte. Wie am Abend in den Nachrichten zu erfahren war, waren es tatsächlich 40 Grad und Süddeutschland/Schwarzwald war an diesem Tag die heißeste Gegend in ganz Europa.

Zwischen Neuenbürg und Höfen liegt sehr idyllisch die Forellenzuchtanlage „Zordel“, wo es sich die Gruppe so richtig gut gehen ließ und die Energiespeicher wieder mit leckeren Speisen und Getränken auffüllte. Nun stand einer Weiterfahrt nichts mehr im Wege um die bevorstehenden Schwarzwaldhänge mit ihren Höhenmetern zu bewältigen.

Gerne wurden die Trinkflaschen an den Quellen im Schwarzwald mit kühlem Wasser aufgefüllt. Die Luft war trocken wie in der Sahara, einfach tropische Temperaturen und die letzten Kilometer ging es über Enzklösterle zum Ziel ohne Schatten der Bäume.

Hier erwartete uns gegen 17:00 Uhr die Gastwirtin Frau Vogt mit großer Ungeduld, da die frische Schwarzwälder Kirschtorte bereits auf dem eingedeckten Tisch stand und bei diesen Temperaturen eigentlich niemand diese Tour fährt. Stimmt, der Weg war menschenleer. Selbst bergab, somit gab es keinen Gegenverkehr.

So ging es gut gelaunt in den Abend und in der Nacht erlöste ein starkes Gewitter ganz Süddeutschland von den tropischen Temperaturen mit zum Teil heftigem Starkregen. Für die Gruppe ein unvergesslicher Abend.

Nach einem üppigen Frühstück ging es gut erholt auf die Rückfahrt, diesmal flussabwärts. Bereits nach wenigen Kilometern stellten die Fahrer fest, die Abfahrt war kein Vergleich zu den Anstrengungen des ersten Tages.

Um die Mittagszeit erfolgte dann die erste Rast im ehemaligen Landesgartenschaugelände in Pforzheim, direkt am Enztalradweg. Hier wurde dann auch gleich von der Gruppe beschlossen, eine Fahrrad-Ausfahrt wird im nächsten Jahr wiederholt, ggf. an der Nagold.
Gemütlich ging es nun weiter flussabwärts. In Roßwag erfolgte dann die zweite Rast im schönen Biergarten „Seemühle“ und danach löste sich die Gruppe nach und nach in Bietigheim auf.

Fazit: Es war eine rundum gelungene Tour (190 km ohne Pannen), durch den malerischen Schwarzwald entlang des Wasserlaufs bis hin zu den sonnigen Weinbergen am unteren Flusslauf der Enz. Die Eigenheiten der wechselnden Landschaft macht den besonderen Reiz des „Enztal-Radwegs“ aus. Der Weg ist keinenfalls monoton – im Gegenteil: wechselnde Wegbeläge durch Wälder, entlang von Wiesenauen, durch Stadtgebiete und verträumte Ortschaften spiegeln die Vielfalt der Landschaft wider.

Die Teilnehmer waren: Maik Hurtig, Wolfgang Rühle, Thomas Fißler, Gerhard und Dorothea Bäuerle, Martin Bullert, Hans Peter Baust, Heinz Pesek, Andreas Nagel und Ulli Moser