Aktuelles

13.06.2005 Kategorie: Allgemein/Gesamtverein Allgemein/Gesamtverein

Motorrad-Ausfahrt am 11. und 12.






Auch dieses Jahr hatten sich Motorradfahrer aus 3 Abteilungen des Vereins angemeldet. Am Samstagfrüh trafen sich Hubert von der Abteilung Aikido, Christof, Gerd, Markus, Reinhard, Frank H. und Horst von der Abteilung Ju-Jutsu, Karin, Marika, Bernhard, Marc, Reiner, Frank B. und Georg sowie die Organisatoren Margot und Paul von der Abteilung Judo am Dojo. Mit 16 Maschinen – wieder alle Arten und Typen querbeet dabei – sollte es Richtung Frankreich gehen. Nach einer kurzen Ansprache mit Hinweisen auf besondere Gefahren bezüglich Streckenverlauf und Straßen ging es um 9.00 Uhr bei optimalen Temperaturen und trockenen Straßen Richtung Mühlacker. Wie auch im letzten Jahr (allerdings bereits vor Mühlacker) hatte der Fahrer der „Morini“ wieder Schwierigkeiten – es wurde anscheinend irgend was Rundes gesehen, dass von der Maschinen abgefallen ist – und er blieb mit seinem persönlichen Mechaniker Gerd zurück! Man wollte sich zum Mittag wieder treffen. Der Rest fuhr weiter auf die Autobahn. Nach nur 2 Ausfahrten ging es schon wieder runter und über Birkenfeld und Neuenbürg Richtung Dobel / Bad Herrenalb. Hier gab es den nächsten Ausfall – diesmal aber ein „externer“: Das Motto „ich bremse auch für Tiere“ ist mit dem Motorrad dann doch etwas gefährlich – sodass Karin unfreiwillig zum Eichhörnchenkiller wurde. Weiter ging es über Loffenau nach Gernsbach. Zwischenzeitlich hatten sich wohl noch einige Motorräder gefunden, die teilweise dieselbe Strecke fuhren. Keiner hatte mehr so den rechten Überblick, wer denn nun zu welcher Gruppe gehörte (gesamt gesehen glich diese Ansammlung wohl schon einer Motorraddemo!). Dies hatte zur Folge, dass eine nur 5-köpfige Gruppe mit der Leaderin voraus war, Marc und Markus (wegen 20-minütiger Langzeitnutzung einer Toilette seitens Markus) zusammen mit 2 ganz anderen Fahrern fuhren und der Rest an einer wichtigen Abzweigung in Gernsbach dem Frank B. hinterherfuhr, der halt einem Ludwigsburger Kennzeichen folgte – leider dem falschen. Im Eyach-Tal, als der falsche Ludwigsburger Trupp zum Frühstück in eine – ganz nette – Kneipe einkehrte – wurde der Fahrfehler dann bemerkt. Dank Paul fand auch diese Gruppe wieder zurück auf die B 500 – inklusive einer kleinen „Sightseeing-Tour“ durch Baden-Baden Stadtmitte. Auf der Schwarzwaldhochstrasse am Motorradtreff „Große Tanne“ fanden sich dann nach und nach alle Bietigheimer Grüppchen wieder ein. Auch die „Morini“ konnte dank Kauf einer Wasserpumpenzange in einem Baumarkt wieder anwesend sein. Nach einem wärmenden Kaffee (da oben war es dann doch recht kalt und zugig!) ging es über Sasbachwalden, Kappelrodeck und Oberkirch auf kleinen Sträßchen durch die Weinberge der Ortenau bis nach Durbach. In der „Goldenen Traube“ war Platz reserviert und in dem schönen Biergarten bei Sonnenschein fiel - fast allen - das Warten auf das Mittagessen nicht schwer. Um über die Grenze zu kommen, mussten wir nun mitten durch Offenburg hindurch – ein „Nadelöhr“ für einen Pulk von 16 Maschinen! Der Großteil der Gruppe kam auch gut durch und traf die richtige Bundesstrasse – durch einen weiteren technischen Defekt (der Gaszug war gerissen) der „Morini“ fiel der kleinere Teil bereits direkt nach Durbach zwecks psychischer und physio-therapeutischer Betreuung des „Morini“-Fahrers erneut zurück. Während die erste Gruppe durch das flache Rheintal nach Obernai gelangte und vor der Kirche sich mit einem Eis und dem Beobachten einer Hochzeitsgesellschaft die Wartezeit vertrieb – kurvte der Rest in die völlig falsche Richtung und landete in Kehl. Mit vereinten Kräften und oben genanntem Betreuungsteam fand dann die „Morini“-Gruppe quer durch Strasbourg wieder zurück auf den rechten Pfad Richtung Obernai. Uns Anderen wurde das Warten zu lange – zumal schwarze Wolken sich am Himmel stark vermehrt hatten – und wir fuhren weiter in die Vogesen rein über Grendelbruch, Lutzelhouse nach Niederhaslach und von dort eine tolle Kurvenstrecke entlang über Oberhaslach – Wolfsthal – Schneethal nach Wangenbourg. Von da noch runter nach Freudeneck und gegen 18.00 Uhr trafen wir dann im gebuchten Hotel ein. Eine starke halbe Stunde später trudelte auch der Rest voll ein. Nach einer Dusche und den ersten Bieren – wobei eine Weißbierbestellung in Frankreich schon was anderes ist als in Deutschland – hatten sich alle soweit wieder von der Tagesetappe mit 260 km erholt und man wechselte in den Speisesaal. Unser „Brautpaar“ übernahm die Stirnseite und überwachte die gerechte Verteilung des Flammkuchens. Erst mehrere Lagen davon stellten uns vorspeisentechnisch zufrieden! Beim Hauptgang überzeugte nicht unbedingt jeden das Gemüse – dafür versprach die Aufzählung der Dessertauswahl viel Gutes (Kommentar vom Bräutigam nach der Aufzählung: Mmmh-ja, genau in der Reihenfolge bitte!!!) Der Hauswein mundete auch ganz gut – und „karaff“ für „karaff“ wurde angeliefert. (Der obligate „Fettspalter“ kam in ordentlich gefüllten Weißweingläsern) Obwohl die Madame des Hauses dann doch zu Bett wollte – der „Maitre d’hotel“ hatte da wohl kein Problem und lies den Bierhahn laufen (fast ohne Ende). Gegenseitige Zimmerbesuche zu nächtlicher Stunde störten zum Glück keine weiteren Gäste – der Judo-Club hatte das Hotel alleine zur Verfügung! (Die Blumendekoration auf dem Gang wurde morgens vom „Weckdienst“ gleich wieder instand gesetzt!) Da der Chef des Hauses sich am nächsten Morgen etwas verspätet hatte, mussten wir noch ein wenig auf das Frühstück warten, was – für fast alle – kein Problem war! Kurz nach neun Uhr – nachdem der Abteilungsleiter JuJutsu noch eine Aspirin an seiner Maschine serviert bekam - ging es erst mal nach Wasselone zum tanken und dann wieder zurück Richtung Wangenbourg und Richtung Obersteigen. Am „Rochez de Dabo“ – einem sehr imposanten, mit einer Kirche bebauten Fels in der Landschaft – vorbei nach Dabo. Weiter über Lutzelbourg nach Saverne – über den Col de Saverne. Dann über kleine, kurvenreiche Sträßchen Richtung „La Petit Pierre“. Kurz davor fand man einen größeren Platz, wo man auf drei Nachzügler warten konnte. Diese kamen aber nicht – sie hatten eine andere Strecke gewählt und man vereinbarte das Örtchen „Ingwiller“ als Treffpunkt. Nachdem auch Markus sein übliches Geschäft – allerdings in kürzerer Zeit als am Vortag – erledigt hatte – konnten wir weiterfahren. In Ingwiller warteten die „Nachzügler“ auf uns und es ging über Rothbach – Zinswiller – Oberbronn nach Niederbronn. Bereits zu diesem Zeitpunkt hatte sich die Gruppe wieder geteilt und der vordere Trupp fuhr über Jägerthal – Obersteinbach – Niedersteinbach bis nach Lembach. Weiter ging es über Climbach nach Wissembourg. An einem „amerikanische Spezialitätenrestaurant“ wurde eine Kaffee- /Imbisspause eingelegt. (Manch einer dachte an ein Steakhaus - andere wiederum bekamen einen roten Kopf, als sie Passanten nach dem „amerikanischen Spezialitätenrestaurant“ fragten und die Gegenfrage: „Meinen Sie den MacDonald?“ erhielten) Kurze Zeit später waren wieder alle Fahrer aus Bietigheim vereint. Weiter ging es Richtung Haguenau – auch auf die Suche nach einer Tankstelle! Dies stellte ein größeres Problem dar: manche brauchten dringend Sprit – es fand sich keine Tankstelle mit Service – und die deutschen EC- und Kreditkarten wurden von den Tankautomaten verweigert. Ein freundlicher Franzose ließ uns dann auf seine Kreditkarte tanken und er wurde von unseren Fahrern in bar bezahlt. Das nächste Problem stellte der Hinterreifen von Markus dar: man konnte bereits das Metallgewebe durchsehen, so abradiert war er – schnelles Tempo war nicht mehr drin. Mit sanften 80 Stundenkilometern durchquerte der Trupp das flache Rheintal Richtung Iffezheim / Rastatt. Auf dieser Strecke bekam dann ein Auto fahrender „Drängler“ unangenehme Gefühle, nachdem er von Paul, Gerd und Frank B. an einer Ampel freundlich, aber bestimmt auf sein gefährdendes Fahrverhalten aufmerksam gemacht wurde! Nach Rastatt ging es dann über Malsch nach Bad Herrenalb und von dort nach Dobel. Von Dobel runter Richtung Neuenbürg. Kurz vor der Abzweigung folgte eine 180 ° - Kehre zur Fischzucht „Zordel“. Frank B., Georg, Reiner und Hubert verabschiedeten sich hier bereits und fuhren voll heim – der Rest gönnte sich als Abschluss noch eine lecker gegrillte Forelle. Weiter ging es im zarten, Reifen schonenden Tempo – zumindest teilweise – und gegen 17.00 Uhr standen alle restlichen Fahrer nach 306 gefahrenen Kilometern im Hof von Christof auf ein Abschlussbier. Insgesamt waren es dann doch 566 gefahrene Kilometer bei hervorragendem Tourenwetter – mit insgesamt 16 Maschinen und ohne weitere Zwischenfälle – eine beachtliche Leistung! Bis zur nächsten Ausfahrt - Margot