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25.06.2017 Kategorie: Judo Judo
Von: Jürgen Blaszyk

Bietigheimer Judokas zu Besuch beim französischen Judo-Meister in Sucy en Brie

Freundschaften pflegen, Von anderen lernen und als Zusatz-Highlight kurzer Besuch von einem Topathlet.


Die Judokas beider Vereine beim gemeinsamen Gruppenbild. Links außen Christan Vandenbossche, stv. Bürgermeister und Sportreferent, daneben Jean Claude Albert, Vereinsvorsitzender sowie Philippe Boucard, technischer Direktor und Träger des rot-weißen Gürtels (6. Meister Dan).

Am verlängerten Pfingstwochenende lud der Judo-Club unserer französischen Partnerstadt Sucy en Brie die Judokas des JC Bietigheims, mittlerweile schon zum dritten Mal, zu ihrem traditionellen Pfingstlehrgang ein.






Der französische Mannschaftsmeister von 2015 zählt mit fast 600 Judokas zu den größten Vereinen unserer Partnerstadt und ist sowohl im Wettkampf- und Freizeit Judo höchst aktiv und erfolgreich.






Mit vier PKWs machten sich die Bietigheimer am frühen Freitagnachmittag auf den Weg und schafften es rechtzeitig am abendlichen Training der Juniorenmannschaft in Sucy teilzunehmen. Beim anschließenden gemeinsamen Abendessen im vereinseigenen Aufenthaltsraum ließ man den Abend dann gemütlich ausklingen.






Am nächsten Vormittag stand eine Trainingseineit unter Leitung von Philippe Boucard, technischer Direktor und Träger des rot-weißen Gürtels (6. Meister Dan) auf dem Programm. Schwerpunktmäßig wurden Techniken des Übergangs vom Standkampf in den Boden gezeigt und geübt. Neben exakter Ausführung, Einsatz des eigenen Körpers, dosierter Kraft, Belastung und Hebelanwendungen wurden zahlreiche Varianten je nach Reaktion des Partners geschult.



Der Samstagnachmittag wurde dann zu einem gemeinsamen Sightseeing im benachbarten Paris genutzt. Neben den klassischen Ausflugszielen wie Eiffelturm, L’Arc de Triomphe und den Champs-Élysées blieb genug Zeit um in einem der typischen Pariser Straßencafés auch die persönlichen Kontakte zu vertiefen.



Hierbei zeigte sich warum die seit 2011 bestehende Beziehung zwischen beiden Vereinen so gut funktioniert. Neben dem gemeinsamen Sport als Motor gibt es auch darüber hinaus vielerlei gemeinsame Interessen, sowie die Neugier die jeweils andere Kultur und Sprache noch besser verstehen zu wollen.






Ein weiteres Highlight erwartete die Judokas dann am Sonntagmorgen, als der ehemalige französische Olympiateilnehmer und Grand Slam Sieger Matthieu Dafreville in seiner Technik-einheit eindrucksvoll demonstrierte warum der Gast ganz oben in Frankreichs Judo steht.



Im Detail wurde seine ehemalige Spezialtechnik in allen Entwicklungsstufen eingeübt. Neben dem vorbereitenden Griffkampf gefolgt von der eigentlichen Technik mit anschließendem Übergang vom Stand zum Boden verwies er immer wieder auf Kniffe die er sich im Laufe seiner aktiven Judokarriere selbst erarbeitet und perfektioniert hat.
Der Trainerstab von Sucy en Brie analysiert unentwegt die Entwicklung des Judos an der Weltspitze und zeigte den Bietigheimern wie im Standkampf die Wurfeingänge verkürzt werden können und wie wichtig es ist, mit allen Sinnen die Bewegungen und Reaktionen des Gegners zu erfassen.






Mit vielen schönen Eindrücken aus der Pariser Region und vollgepackt mit neuen Judo-Erkenntnissen traten die Bietigheimer Judokas nach einem gemeinsamen Imbiss danach die Heimreise nach Deutschland an.